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Perth (AUS)
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Homestay
Surfen
Kulinarisches

erster Blick Da steh ich nun auf dem grossen Kontinent Australien, ohne zu wissen, was mich genau erwartet. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Bilder vom endlos scheinenden Outback und von schönen Stränden vorüberziehen. Irgendwo sitzt Pescheli in Shorts, T-Shirt und Sonnenbrille unter einer Palme und geniesst den nie endenden Sommer...

Zu schön um wahr zu sein? Im Moment leider ja! Die Shorts reichen mir bis zu den Schuhen und statt T-Shirt ist Faserpelz angesagt! Klar habe ich gewusst, dass die Aussies im Sommer Winter haben und umgekehrt; aber muss es den soo kalt sein? Gemäss den Einheimischen sollte es schon seit Tagen wärmer sein.. Na ja, der Frühling wird (hoffentlich) schon noch kommen.
(Bild: Mein erster Blickkontakt mit dem roten Kontinent)

Skyline Perth Meine erste Station ist Perth. Hier werde ich die nächsten drei Monate verbringen und meine Nase vor allem in Schulbücher stecken. Natürlich darf dabei die Freizeit auch nicht zu kurz kommen und so werde ich in dieser Zeit Perth und Umgebung vermutlich etwas näher erkunden.

Perth ist eine moderne Stadt mit ca. 1.4 Millionen Einwohnern. Nach der ersten Besiedelung durch die Engländer im Jahre 1829 wuchs die Bevölkerung stetig an. Insbesondere in den Jahren nach der Entdeckung von Goldvorkommen strömten viele Einwanderer in die Region von Perth.
Australien untersteht auch heute noch der englischen Krone, wobei deren Einfluss faktisch nicht mehr vorhanden ist. Dass das heutige Australien aber ausschliesslich von den Engländern geprägt wurde, ist nach wie vor sehr gut spürbar: Das Autofahren findet auch hier auf der "falschen" Seite statt und ein Saunabesuch sollte ausschliesslich in den Badekleidern erfolgen. Insbesondere in gemischten Saunas sollte ein nackter Betretungsversuch tunlichst vermieden werden, da dies bei englischstämmigen Gästen eine ungeahnte Unruhe provozieren kann (entsprechende Erfahrungsberichte liegen vor...). Dass aber, wie eingangs erwähnt, die Jahreszeiten vertauscht sind, dafür können die Briten nichts; das war angeblich schon vor deren Kolonialgelüsten so.


Homestay

Letzte Woche habe ich meine Homestay gewechselt. "Homestay" ist die Unterkunftsart, die ich für meinen Aufenthalt hier in Perth gewählt habe. Dabei wohnt man bei einer Familie, Ehepaar oder Einzelperson und kriegt so den australischen Alltag etwas besser mit. Natürlich dient diese Aufenthaltsart auch dazu, in "normalem" Umfeld die englische Sprache anwenden zu müssen. Meine bisherige Homestay, bestehend aus einer älteren Lady, Fashion Party einem chinesischen Studenten und zwei Katzen, war eigentlich ganz nett, ausser dass wir vermutlich nicht ganz das gleiche Reinlichkeitsempfinden hatten. Wie ich aber von anderen Studenten erfahren habe, scheint der Standart hier diesbezüglich generell etwas tiefer zu sein. Nolly, so der Name "meiner" Lady, führt ein Penthouse-Lokal in einem Hochhaus in Perth-City. Je nach Anlass besteht deshalb die Möglichkeit zur Mithilfe. So kam ich kürzlich in den "Genuss", bei einer Modeschau als Kellner und Betreuer der Models mitzuwirken.
Nolly wohnt in der Nähe von Fremantle (Hafenstadt von Perth), wo auch der Schulbesuch geplant war. Da aber mein Kurs kurzfristig nach Perth verlegt wurde, hat mir die Schule den Umzug in eine nähergelegene Homestay angeboten.

Meine Homestayfamily Hobbykoch Tada Nun bin ich also in meiner neuen Homestay eingezogen. Lorraine und John sind zwei liebenswürdige Lebenskünstler, die viel gereist sind und an verschiedenen Orten dieser Welt gearbeitet haben. John war für eine der grössten Mienen von Australien tätig und hat dabei gutes Geld verdient. Trotz der Scheidung von seiner damaligen Frau hat er sich vor vier Jahren pensionieren lassen. John ist heute 48 Jahre alt..
Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass wir in einem wunderschön gelegenen, zweistöckigen Haus wohnen, wobei Tada (ein japanischer Student und hervorragender Hobbykoch) und ich das ganze Erdgeschoss für uns beanspruchen dürfen. Angrenzend an unseren Aussensitzplatz befindet sich ein kleiner, idyllischer Teich, welcher von einer grossen Grünanlage umgeben ist.
Zieht's uns zur Abwechslung an den Strand, so ist die schöne Scarborough-Beach mit kilometerlangem, hellem Sandstrand zu Fuss in 10 Minuten erreichbar. Dank des offenen Meeres (Indischer Ozean) gibt es für Surfer immer genügend Wellen. Mal sehen, ob ich eines Tages auch noch auf so ein Brett steigen werde oder zumindest den Versuch wage, irgendwie drauf zu "kraxeln"..


Surfen

Kaum gesagt - schon getan. In einem derartigen Surfrevier ist das Selberprobieren ein Muss! Damit man möglichst schnell mit einer Welle mitsurfen kann, empfiehlt sich etwas Theorie und Praxistipps aus fachkundiger Hand. Ein Einsteigerkurs (für Wellensurfen, d.h. ohne Segel) war schnell gebucht und kurze Zeit später standen wir zu sechst in Neoprenanzügen (es ist leider immer noch nicht sehr warm..) und mit einem Surfbrett bewaffnet am Strand. Die Theorie war schnell begriffen und so gings "nur" noch ans Umsetzen.. Kann ja nicht so schwierig sein! Man ist ja schon Rollbrett und Snowboard gefahren - und überhaupt!

Spätestens nach dem dritten Versuch eine Welle zu "catchen" und dann noch aufzustehen war mir klar, dass Surfen doch nicht so einfach ist. Nach einer weiteren Stunde wusste ich bestens über die Bodenbeschaffenheit des Meeres in Strandnähe Bescheid, war mir die Unterseite des Boardes nicht mehr unbekannt und hatte mein Salzwasserkonsum bereits bedrohliche Masse angenommen, aber von einem anständigen Wellenritt war ich noch so weit entfernt wie Sydney von Perth! Na ja - ist noch kein Meister vom Himmel gefallen..
Surfer Nach etwa einer Stunde und zwanzig Minuten Kampf gegen das Meer, das Board und vor allem gegen sich selber waren die Batterien leer und wir schleppten uns entkräftet wieder zu den Umkleideräumen. Die Frage, ob ich mich noch ein weiteres Mal mit einem Brett in die Wellen wagen werde, lasse ich mal unbeantwortet. Vielleicht begebe ich mich zur Abwechslung ins Lager der Windsurfer, da sich dort die Mühe zum Lernen vermutlich eher lohnen wird - oder haben wir seit meiner Abwesenheit auf den Schweizer Seen so grosse Wellen, dass man auf ihnen surfen könnte?


Kulinarisches

Waffel Perth besitzt ein grosses kulinarisches Angebot: Praktisch alle Stilrichtungen sind vertreten. Ob man Lust auf griechisch, italienisch oder chinesisch hat, alles wird hier angeboten. Es gibt sowohl eine grosse Anzahl Fastfood-Lokale (nicht nur MC Donalds, Kebap oder ähnliches, sondern auch unzählige kleine Shops mit chinesischen, japanischen, indonesischen und anderen Spezialitäten, welche vorzüglich schmecken und zudem sehr preiswert sind), wie auch etliche gediegene Restaurants. Man hat also die Qual der Wahl.
Einziger Negativpunkt sind die vereinzelt zu findenden "Gelare"-Cafes. Negativ deshalb, weil ich diese Kette kurzum wegen meiner unzulässigen Gewichtszunahme verklagen werde! Es sollte verboten sein, öffentlich so fein duftende, frisch gebackene, warme Waffeln anzubieten! Da führt praktisch kein Weg an diesen Shops vorbei und kaum steigt mir dieser feine, süssliche Duft in die Nase, gibt's kein Halten mehr!
Ich geniesse diese Waffeln vorzugsweise mit "Creme (Rahm), topped with Chocolate"... Einfach delicious!


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Kontakt:


H150904; Erstellungsdatum: 10. September 2004; Letztes Aktualisierungsdatum: 5. May 2005 © Peter Baumgartner 2005