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Southwest
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Aussicht Castle Rock Obwohl Australien unabhängig und die Queen nur noch auf dem Papier das Oberhaupt dieses Kontinentes ist, wird der Queen's Birthday noch mit einem arbeitsfreien Tag gefeiert. Der offizielle Feiertag wurde dieses Jahr am Montag, den 4. Oktober zelebriert. Dies bescherte uns ein langes, schulfreies Wochenende und damit genügend Zeit, einen längeren Trip zu unternehmen. Mit einem kleinen Bus sind wir, d.h. 21 abenteuerlustige StudentInnen, am Samstag früh Richtung Süden aufgebrochen. Nach knapp 400 Kilometern haben wir kurz vor Albany im Porongurup National Park einen Bushwalk unternommen. Am The Gap höchsten Punkt unserer Wanderung gab es skurril angeordnete Steine bzw. Felsen zu bestaunen. Der Castle Rock wusste genauso zu erstaunen, wie der "Stein in Balance". Daneben genossen wir eine wunderbare Aussicht über das Hinterland von Albany.
Stein in Balance Albany war dann auch das Ziel unserer ersten Tagesetappe. Das frühere Walfischerstädtchen weiss heute durch eine kleines, aber recht attraktives Zentrum zu gefallen und darüber hinaus gab es in unmittelbarer Nähe "The Gap" und "The Natural Bridge" zu bewundern. Beide Sehenswürdigkeiten liegen an der rauhen Küste und sind Naturschauspiele, bei denen man das tosende Meer eine natürliche Brücke unterspülen oder in eine schmale Schlucht donnern sieht bzw. hört.

speiender Wal Walmutter mit Baby Am Sonntag war Walewatching angesagt - und siehe da, wir hatten Glück! Die Wale hatten auch Lust auf "Humanwatching". Einzelne waren auf einem gemütlichen Sonntagmorgen-Schwimm-Spaziergang und eine Walmutter führte ihr Baby aus. Ein beeindruckendes Erlebnis, freilebende Wale aus nächster Nähe beobachten zu können! Entsprechend viel Material gab es auch für meine Chipkarte der Digitalkamera zu verarbeiten: Soviel, dass sie unter der schwergewichtigen Nahrung (Walfisch) unter Verdauungsschwierigkeiten litt und kurz darauf den Dienst quittierte! Aus diesem Grund drohte der erste Teil dieses Textes bilderlos daherzukommen... keine ausbalancierten Steine oder wasserspeienden Wale... Trotz aller Vorteile, die uns die Elektronik heute bietet, in solchen Momenten fallen mir lobende Worte über unser modernes Zeitalter schwer! Aber was solls: andere Chipkarte rein und hoffen, dass diese ihren Dienst zuverlässiger versieht und nicht auch unter Verdauungsproblemen leidet. Glücklicherweise hat sich die kränkelnde Chipkarte aber wieder von ihrer Magen-Darmgrippe erholt und erlaubte mir die auf ihr gespeicherten Bilder zu entladen.

Tree Top Walk ausgebrannter, lebender Tingle Tree Unsere nächste Station war das "Valley of the Giants" mit dem Tree Top Walk. Die "Giant Tingle Trees" (eine Baumart, die nur in dieser Region wächst) bevorzugen ein ausgeglichenes Klima und genügend Wasser. Dafür sind sie richtige Überlebenskünstler, die sogar einen Buschbrand überleben können! Solange ihre Lebensader von der Wurzel zum Stamm (knapp unterhalb der Rinde) nicht zerstört ist, beginnen die Bäume immer wieder zu wachsen. Daraus resultieren dann skurrile Gebilde von ausgebrannten Baumstämmen, aus denen irgendwo wieder ein neuer Ast herauswächst. Diese Bäume sind bis zu 60 Meter hoch und man hat die Möglichkeit, auf speziellen, bis zu 40 Meter über Grund verlaufenden Gehwegen durch die Baumkronen zu wandern (Tree Top Walk). Durch die stetige Schaukelbewegung konnte man nicht nur den Ausblick aus der Vogelperspektive geniessen, sondern fühlte sich zeitweilig auch wie ein Vogel auf einem sich im Wind bewegenden Ast, was nicht bei Allen ein wohliges Gefühl auslöste. Manch einer schrieb dieses temporäre Unwohlsein auch dem vorabendlichen Alkoholkonsum zu..

Gloucester Tree Gloucester Tree Nach einer kühlen Nacht in einem kleinen Mietshaus in der Nähe von Pemberton haben wir den 60 Meter hohen GloucesterTree erklommen, welcher im gleichnamigen Nationalpark steht. Ein abenteuerliches Erlebnis, den Baum auf den spiralförmig angebrachten Metallsprossen zu besteigen. Doch die grösste Herausforderung wartete oben! Einmal am höchsten Punkt angelangt, hatte man eine wunderbare Rundsicht, die aber zugleich schwindelerregend sein konnte, insbesondere wenn man dem Stamm entlang nach unten schaute... Schnell ereilte einem die bange Frage: oben ist man - wie wieder runter? Der Kopf möchte runter, der Magen lieber nicht! Trotz energischer Rebellion musste sich der Magen vom Kopf geschlagen geben, wollte er mal wieder etwas zu essen kriegen. So haben mit der Zeit alle Aufgestiegenen wieder den Weg nach unten gefunden.

Leeuwin Lighttower An diesem Tag kam die Fitness generell nicht zu kurz: Bei fast allen Besichtigungen war in irgend einer Form Treppensteigen angesagt: Nebst dem beschriebenen Gloucester Tree gab es noch den 56 Meter hohen Leuchtturm am Cape Leeuwin zu besteigen, welcher am süd-westlichsten Punkt von Australien liegt, zu dessen Fuss sich der indische und der südliche Ozean treffen. Unsere Truppe in Margaret River Weiter führte uns unsere Tour in die "Jewel Cave", in der uns, nebst weiteren Treppenstufen, eine bezaubernde Höhlenlandschaft erwartete. Abgerundet wurde dieser dreitägige Ausflug mit dem Besuch einer Vinery im bekannten Margaret River Gebiet. Das Besteigen der vielen Treppenstufen führte dazu, dass einzelne Teilnehmer am Tag nach der Tour mit argen Fortbewegungsproblemen zu kämpfen hatten und von weitem den Eindruck erweckten, jemand würde ihnen mit einer Fernsteuerung den Weg leiten..


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02-041004; Erstellungsdatum: 4. Oktober 2004; Letztes Aktualisierungsdatum: 6. November 2004 © Peter Baumgartner 2004